Ja, unbedingt.
Alle E-Mail-Provider rücken im im Zweifelsfalle sämtliche verfügbaren Informationen raus. Natürlich muss ein berechtigtes Interesse vorliegen, aber die Behörden kommen ziemlich einfach an Gerichtsurteile ran. Wenn dieses ausreichend ist, dann geben z. B. Google, Apple, Microsoft, Yahoo, Proton(!) und alle Anderen alles raus, was sie haben, z. B.
- Inhalte von E-Mails mit Anhängen
- IP-Adressen
- Geopositionen
- Suchbegriffe
- Telefonverknüpfungen (IMEI usw.)
Man kann ja sehen, was Google alles zum Thema Jeffrey Epstein rausgegeben hat. In dem Fall ist das ja gut, aber ich möchte meine E-Mail-Inhalte lieber geheim halten.
Also.
Man kann für wenig Geld einen virtuellen Server mieten und darauf alles installieren. Wer nicht so sehr einsteigen will, kann fertige Scripte oder Programmsammlungen nutzen wie z. B. Mailcow.
Ich verwende alles einzeln unter Debian.
Bind9, Exim4, Rspamd, ClamAV, Dovecot, Roundcube und Sieve. Die Authentfizierung läuft über LDAP.
Der Server ist State-of-the-Art, alles dabei. DNSSEC, DMARC, DANE, SPF und DKIM, um nur einige Features aufzuzählen.
Es gibt einen sekundären Nameserver und auch einen Backup Mailserver, da Leitungen und Rechner ab und zu auch mal ausfallen.
Ein Backup-Konzept mit Auslagerung in eine externe Cloud ist selbstverständlich und hat mich schon ein paar Mal gerettet.
Der Vorteil ist, man hat alles "im Haus" und ist nicht abhängig.
Der Konfigurationsaufwand ist allerdings etwas höher.